Erfahrungsbericht über den Nisi Filterhalter mit dem Sony 12-24 mm

Filter haben in der Fotografie immer noch ihre Berechtigung, auch wenn manche anderes behaupten. Ich verwende ab und zu einen  Grauverlaufsfilter oder Polfilter. Aber am meisten kommen bei mir die Graufilter zum Einsatz. Diese habe ich in allen erdenklichen Stärken. Mit ihnen hat man die verschiedensten Möglichkeiten.

Für was brauche ich einen Graufilter

Ich will hier keinen Artikel über den Nutzen von Graufiltern schreiben, das haben andere sehr ausführlich gemacht. Ich brauche den Filter hauptsächlich, um das Wasser durch die Langzeitbelichtung glatt zu bekommen. Selten dafür, dass man Personen verschwinden lassen kann. Das erreicht man, in dem man einen belebten Platz über mehrere Sekunden  lang belichtet. Dadurch, dass Personen durchs aufzunehmende Bild laufen, sind sie später nicht mehr oder ganz verschwommen sichtbar.

Montage des Nisi Filterhalter

Mir ist es Anfangs passiert, dass ich den Nisi Filterhalter auf dem Sony 12-24 mm (SEL1224G) falsch angebracht habe. Achtet also darauf, dass dieser so weit wie möglich auf das Objektiv gesteckt wird.

Mir gefällt die Montage des Nisi wesentlich besser als beim Haida Filterhalter für das Nikon 14-24. Denn  zur Montage musste das Objektiv abgenommen, der Filterhalter aufgesteckt und verschraubt werden.

Den Nisi Filter steckt man einfach von vorne über das Sony 12-24 mm und dreht die kleine Schraube fest – fertig. Dadurch, dass kein Objektiv entnommen werden muss, kann auch kein Staub in die Kamera gelangen.

Richtige Montage des Nisi Filterhalter

Beachtet also bei der Montage, dass ihr durch Drehen des Filterhalters um 90 Grad viel näher ans Objektiv kommt. Das ist wichtig, weil ihr sonst einen kreisrunden Abdruck auf dem fertigen Foto sehen würdet. Auf dem unteren Foto seht ihr auch, wie so etwas aussieht, wenn man schnell montiert und nicht aufpasst.

Langzeitbelichtung an der Toskana

Als ich mit meinem F-Stop Lotus Fotorucksack am Meer ankam, staunten diverse Leute so, als ob sie noch nie einen Fotografen gesehen hätten. Ich fühlte mich durch die Beobachtungen etwas unwohl, zog aber mein Vorhaben durch. Ich baute das Gitzo Stativ auf und montierte die Sony A9 ILCE-9 mit dem Sony 12-24 mm. Aus den verschiedenen Graufiltern, die ich dabei hatte, wählte ich den stärksten aus, denn die Sonne war sehr intensiv. Ich wollte eine möglichst lange Belichtung erreichen.

Nun ging es ohne Schuhe ins Wasser bis zu den Knien. Rutschig war es und ich musste gut aufpassen. Als Motiv hatte ich mir einen langen Steg ausgesucht der anscheinend nur für Personen geeignet ist.

Einstellungen für eine längere Belichtung

Die Einstellungen sind je nach Geschmack unterschiedlich. Der eine mag eine sehr lange Belichtung, damit das Wasser richtig glatt wird. Ein anderer bevorzugt eine kürzere Belichtung, damit man noch etwas Struktur im Wasser erkennt. Ich handhabe das so, dass ich beides mache und zu Haus in Lightroom eine Auswahl treffe.

Blende 22

ISO 100

Verschlusszeit 15 Sek

Ein Vorteil ist ein Fernauslöser oder die Sony eigene App PlayMemories Mobile, mit der nicht nur die Kamera ferngesteuert werden kann.

Einstellungen für eine kürzere Belichtung

Bevorzugt jemand noch etwas Struktur vom Wasser, muss die Belichtungszeit kürzer gehalten werden. Hier probiere ich auch immer wieder aus und erstelle mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Einstellungen. Ideal sind aber Belichtungszeiten von 1 – 3 Sekunden, je nachdem wie wild das Wasser ist.

Blende 9

ISO 160

Verschlusszeit 1 Sek

Hier ist gut zu erkennen, dass das Wasser sich bewegt. Die Struktur wurde weitgehend erhalten und verleiht dem Bild mehr Dynamik.

Fazit

Das Sony SEL12424G nutze ich für Langzeitbelichtungen häufiger als mein Immerdrauf  Sony 16-35 für das ich auch Graufilter zum aufschrauben besitze.

Der Nisi Filterhalter passt perfekt aufs Objektiv bei richtiger Montage. Seitlich fällt kein Streulicht ein und es können mehrere Filter gleichzeitig verwendet werden. Von Vorteil ist, dass ich meine Haida Filter aus der Zeit mit Nikon D4S Zeiten weiter verwenden kann. Der Filter nimmt nicht viel Platz in der Fototasche oder Fotorucksack ein und ist schnell montiert.

Preistip

Lasst euch nicht von den Preisen auf der Nisi Homepage abschrecken. Die Preise sind utopisch und nicht realistisch. Ich habe meinen Filterhalter woanders gekauft und gut 110 Euro bezahlt. Schaut einfach mal im Netz nach dem besten Preis.

Author

ist Pressefotograf. Seine Arbeiten sind nicht nur in der Lokalzeitung zu sehen, sondern auch in der Bild und Sport Bild. Im Raum Hof trifft man ihn auf den meisten Veranstaltungen. Seine Interessen sind die Event- und Landschaftsfotografie sowie Lost Place. Ohne Kamera geht es so gut wie nie aus dem Haus

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