Sautrogrennen in Schwarzenbach Saale findet alle zwei Jahre statt

Am Samstag vor dem Schwarzenbacher Altstadtfest findet die Badewannen- und Sautrog-Weltmeisterschaft statt. Der Veranstalter Hein Haustechnik. bekannt durch das Cafe Hein und die handgemachten Original Hofer Wärschtlakasten aus Kupfer, durfte sich wieder über viele kostümierte Teilnehmer auch aus dem Ausland freuen.

Mit einer leichten Verspätung ging das Event mit der deutschen Nationalhymne los. Ein Blick entlang der Mauer um die Saale und der Brücke zeigte, dass das Interesse groß war. Es war kein freier Platz mehr vorhanden.

Nachdem die Hymne erloschen und Gery Gerspitzer seinen ersten lockeren Spruch los geworden war, übergab er das Mikro an Hans Peter Baumann (1. Bürgermeister von Schwarzenbach). Er freute sich besonders über die Anreise verschiedener Personen aus dem Ausland, am meisten aber über die Teilnahme des Bürgermeisters aus “Schwarzenbach in der Schweiz”.  Gery bezeichnete ihn später als “den Mann mit der unsichtbaren Frisur” wegen seiner fehlenden Haarpracht.

Natürlich stand der Spaß im Vordergrund, doch gewinnen wollte man auch. Denn die Siegesprämien des Sautrogrennens waren für manche verlockend:

  1. Platz: 30 Ltr. Bier + 1 Weltmeisterpokal
  2. Platz: 20 Ltr. Bier +1 Pokal
  3. Platz: 10 Ltr. Bier + 1 Pokal

Jeder Teilnehmer bekam außerdem bei der Siegerehrung einen Preis und ein Schifferdiplom. Zusätzlich gab es einen Sonderpreis für die beste und lustigte Kostümierung.

Der Probelauf am Vortag

Nicht jeder Teilnehmer nutze die Möglichkeit am Vortag, einen Probelauf auf der Saale zu starten. Das sollte sich im späteren Verlauf des Rennens rächen. Denn es gehört schon etwas Übung dazu. Da heißt es gleichmäßig paddeln und vor allem das Gleichgewicht zu halten. Die Sautröge aus Holz liefen durch die kleinen Ritzen auch voll Wasser. Die Erfahrenen hatten Knieschützer an oder nahmen als Unterlage ein Handtuch mit.  Gespannt warteten die Zuschauer darauf, dass es los geht und wer “absäuft“.

Während Gery Gerspitzer die Zuschauer mit einer La Ola Welle, die von links am Anfang der Mauer der Saale bis hinauf über die Brücke ging, beschäftigte, nutze der Kameramann des TV Oberfrankens die Zeit, um ein paar Teams zu interviewen.

Endlich ging das Sautrogrennen los

Mit einem lauten Knall aus der Pistole wurde das Rennen gestartet.

Den Anfang machten zwei Frauen-Teams, die sich sehr wacker schlugen. Mit einigen Sekunden Vorsprung berührte das Team Baywatch mit den roten Badeanzügen als erstes das Seil, an dem die Glocke hing und gingen anschließend gleich baden. Wie oben schon erwähnt, ist das Gleichgewicht das wichtigste.

Das Wetter war etwas frisch

Der Moderator Gery Gerspitzer nannte die heißen Temperaturen der vergangenen Wochen als Strafe und so darf man sich heute auf optimales Wetter freuen. Die Meinung teilten aber nicht alle die halbnackt in  Badeanzügen standen und sichtlich Gänsehaut hatten. Aber jeder der Gery kennt, liebt seine Scherze.

Besonders schwer tat sich das Team mit dem blauen Masken (Blue Man Group) die nicht nur mehrmals umkippten und ins Wasser fielen, sondern von der Wasserwachtmehrmals in die Richtige Richtung geschoben wurden. Denn dieses Team hat es immer wieder geschafft Richtung Ufer zu fahren, anstatt die Boje vor der Brücke mit den vielen Zuschauern zu umfahren. Aber sie nahmen es sportlich und klatschten beide ab.

Ich konnte nicht bis zum Schluss bleiben, weil ich noch einen Presseauftrag in Pilgramsreuth hatte. Aber ich war mir sicher, dass das Team Streetbunnycrewgewinnen wird. Die beiden Teilnehmer mit Frontmann Christian Wilfert schaufelten dermaßen gut mit dem Paddel das Wasser bei Seite, dass es für mich keine Zweifel gab. Und es kam wirklich so. In zwei Jahren müssen die beiden ihren Titel als Sieger des Sautrogrennens verteidigen.

Wer ist Streetbunnycrew

Noch kurz zur Info für alle, die es interessiert. Die Männer im rosa Kostüm gehören einem gemeinnützigen Verein von Motorradfahrern an. Sie nehmen an Veranstaltungen in ganz Deutschland teil und sammeln Spenden zu Gunsten derjenigen in der Gesellschaft, die es nicht so einfach haben. Sie haben sich in den vergangenen Jahren einen Namen in der deutschen Bikerszene gemacht. Mehr als 40.000 € konnten sie mit ihren Aktionen bereits sammeln und an verschiedene Einrichtungen übergeben.

Autor

ist Pressefotograf. Seine Arbeiten sind nicht nur in der Lokalzeitung zu sehen, sondern auch in der Bild und Sport Bild. Im Raum Hof trifft man ihn auf den meisten Veranstaltungen. Seine Interessen sind die Event- und Landschaftsfotografie sowie Lost Place. Ohne Kamera geht es so gut wie nie aus dem Haus

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