Ein Tag am Fichtelsee, der anders endete als geplant

Der Wochenanfang nähert sich, ein bißchen freie Zeit ist noch übrig, also machte ich mit meinen Fotobuddys Uli Bauer und Rüdiger Taubald einen Ausflug in die Nähe des Fichtelsee. Irgendeiner kam auf die Idee, dass wir uns schon um 7.00 Uhr treffen wollten. Für mich als Frühaufsteher kein Problem, doch bei den anderen war ich mir nicht ganz so sicher.

Schon auf der Hinfahrt wurde der Nebel immer dichter und die Hoffnung auf einen Sonnenaufgang schwand immens. So einen dichten Nebel habe ich schon lange nicht mehr erlebt und schlich mich deshalb mit höchstens 60 km/h zum Treffpunkt. Dort angekommen, war ich froh, mich dick eingepackt zu haben. Ich machte mein Foto-Equipment fertig und packte auf die eine Sony A9 das neue Sigma 14 mm 1,8 Art und auf die andere das Sigma 24 1,4 Art. Beide Linsen sind quasi ein Immerdrauf und zaubern mir wieder und wieder ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich die Ergebnisse ansehe.

Planänderung unseres Vorhabens

Inzwischen waren wir am Parkplatz komplett versammelt und das sogar fast pünktlich. Um 7.00 Uhr war uns klar, dass das Licht nicht für unser eigentliches Vorhaben taugt und so beschlossen wir, eine Runde um den Fichtelsee zu laufen. Das war die beste Entscheidung, die wir getroffen haben, denn daraus entstand eine tolle Fotoserie an Landschaftsaufnahmen mit Nebel.

Kaum waren wir die ersten Meter im Wald eingetaucht, bauten wir unsere Stative auf und betrachteten auf dem Display die ersten Fotos. Nebelfotos haben wir wenige in unserem Portfolio und so waren wir uns einig, dass wir heute nichts anderes fotografieren werden.

Die falsche Kleidung?

Ich war optimal eingepackt, ärgerte mich aber, dass ich nur die Gore-Tex Wanderstiefel anhatte. Die Gummistiefel, die übriges griffbereit im Auto warteten, wären besser gewesen, wie sich später herausstellte. Denn der Fichtelsee hatte einen niedrigen Wasserspiegel und ich wollte mein Stativ am Ufer bzw. im See aufstellen. Da war es zum Teil ganz schön matschig und auch sonst war das Gras sehr nass.

Motive wohin das Auge sah

Wir drei Kumpels schwärmten aus, waren aber immer in Rufnähe. Während der eine die Brücke fotografierte, der andere das herunter gefallene Laub, hatte ich es auf Spiegelungen abgesehen. Ich hatte so ein Bild im Kopf mit einer Brücke und ein paar Bäumen, die sich im Wasser spiegeln und später in schwarz-weiss umgewandelt würden. Dazu der dichte Nebel. Ich musste etwas abblenden, denn der Himmel funktionierte wie eine riesige Softbox.

Ein genialer Tag

Das frühe Aufstehen hatte sich wieder einmal gelohnt, denn die Ausbeute ist mehr als genial. Zu Hause am Monitor konnte ich gar nicht genug davon bekommen. Der Fichtelsee hat sich wieder einmal als perfekter Ausflugsort bewährt. Denn vor ein paar Jahren war ich schon einmal im Winter dort.

Die Speicherkarten waren inzwischen gut gefüllt und so ging es zurück zum Parkplatz. Uli hatte ja für uns wieder eine Thermoskanne mit Kaffee dabei. Danke dafür.

Author

ist Pressefotograf. Seine Arbeiten sind nicht nur in der Lokalzeitung zu sehen, sondern auch in der Bild und Sport Bild. Im Raum Hof trifft man ihn auf den meisten Veranstaltungen. Seine Interessen sind die Event- und Landschaftsfotografie sowie Lost Place. Ohne Kamera geht es so gut wie nie aus dem Haus

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