F-Stop Lotus Erfahrungsbericht nach einem Jahr

In den letzten Jahren habe ich 3 Fotorucksäcke gekauft. Der Erste war preislich im untersten Segment, hat  nicht lange gehalten und war auch nicht so toll.  Ich denke, dass es vielen auch so ging und sie sich hinterher ärgerten, weil sie sich nicht gleich etwas Vernünftiges gekauft haben. Abwägen muss man natürlich auch, wie oft man den Rucksack überhaupt benutzt. Ich fahre zu gerne mit dem E-Bike los und habe immer den Lotus dabei.

Der Umstieg von Nikon D4S zu Sony A9

Neue Kamera – neuer Rucksack. So kann man es bei mir sagen. Bekanntlich ist die Sony A9 ILCE-9 etwas kleiner und benötigt weniger Platz. Nur die lichtstarken Objektive der GM Serie haben keinen Größenvorteil. Also sollte mal etwas Gescheites her. Immer wieder las ich von den F-Stop Fotorucksack, bei dem das Innere, also die ICU, ausgewechselt werden kann.

Günstig war er mit über 230 Euro nicht, aber robust und der Tragekomfort sollte top sein. Also habe ich den Lotus mit 32 Liter Inhalt bestellt. Das passende ICU-Large habe ich mir gebraucht gekauft und somit den halben Preis gespart.

Meine Anforderungen an einem Fotorucksack:

  1. Möglichkeit, um ein Stativ zu befestigen
  2. Platz für eine Jacke
  3. regenfest auch ohne Regenhülle
  4. guter Tragekomfort
  5. Platz für eine Sony A9 mit angesetztem 70-200 2,8 mm
  6. Stauraum für Kleinkram wie Filter, Akkus, Zettel und Stift

Das innere des F-Stop Lotus

Hier sieht man meine Einteilung des Pro-ICU. Oben quer kommt meine Sony A9 mit dem 70-200 rein. Rechts das Sony 24-70. Links ein Blitz und ein weiteres Objektiv. Die Mitte ist frei verfügbar, je nach Einsatz oder Auftrag.

Platz für Kleidung

Wie oben schon erwähnt, brauche ich Platz für eine Regenjacke oder einen Pullover. Obwohl ich das Pro-ICU (Internal Camera Unit) (37x28x17cm) verwende, passt oberhalb davon wunderbar ein Kleidungsstück rein. Wer einen kleineren ICU verwendet, hat dann noch mehr Platz.

Natürlich kann man den Einsatz auch komplett heraus nehmen und den Rucksack dann fürs Wandern ohne Fotozubehör verwenden. Das habe ich noch nie gemacht und wird auch nicht vorkommen.

Platz für ein Reisestativ

Links und rechts sind Taschen vorhanden, die über die ganze Höhe gehen. Dort kommt mein Reisestativ rein. Auf der anderen Seite dann etwas zum Trinken.

Das Gitzo Stativ wird außen befestigt

Am Rucksack sind jede Menge Gummis, Schlaufen und Gurte. Links und rechts sind je zwei Gurte die ideal sind, um mein Gitzo-Stativ zu befestigen. Dass das Gewicht nur auf einer Seite ist, merke ich durch den guten Tragekomfort nicht.

Platz für Kleinkram

In das obere Fach kommen bei mir Akkus, Fernauslöser, Filter, Zettel und Stift. Eigentlich alles kleinere, damit es im Rucksack nicht umherfliegt. Der Reißverschluss kann in beide Richtungen geöffnet werden.

Wasserfestes Material

Schon ein paar Mal wurde ich von einem Regenschauer überrascht. Wenn ich abschätzen kann, dass dieser länger dauert, fahre ich lieber wieder heim. Da lobe ich mir das tolle Material vom F-Stop Lotus. Denn bis jetzt ist meine Ausrüstung immer trocken geblieben und das ohne eine extra Regenhülle.  Die Reißverschlüsse sind bestens abgedichtet und werden von einer Lippe überlagert.

Zusammenfassung

Nach einem Jahr im Einsatz bin ich nicht nur vom Tragekomfort des F-Stop Lotus begeistert. Der breite Beckengurt nimmt viel Last von den Schultern. Das merke ich besonders beim Radfahren. Wenn ich dann in der Wildnis bin, lasse ich den Gurt aber meistens weg. So kann man den Rucksack schnell absetzen. Ein Vorteil ist auch, dass der Rücken sauber bleibt, denn die Entnahme des Equipments erfolgt von der dem Rücken zugewandten Seite. Viele Taschen, Seitenfächer und Schlaufen sind sinnvoll angebracht. Eine Befestigung für ein größeres Stativ fehlt zwar, aber an dem seitlichen Gurt passt das Gitzo wunderbar. Auch ohne Regenhülle hat der Rucksack mein Equipment immer trocken nach Hause gebracht. Für mich ist der Lotus sehr gut geeignet, vor allem wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin. Ein kleineres ICU habe ich mir zwar auch gekauft, dann aber wieder hergegeben. Das ICU-Pro reicht für alle meine Ausflüge und Platz für eine Jacke bleibt auch noch.

Negativ

Verschweigen will ich einen Nachteil nicht. Da der Fotorucksack direkt am Rücken anliegt, kommt man schnell ins Schwitzen. Ich habe dadurch in der wärmeren Jahreszeit fast immer einen feuchten Rücken.

Das Befestigen des ICU`s oder auch das Herausnehmen ist etwas fummelig. Ich lasse eh das ICU-Pro drinnen, weshalb es mich nicht weiter stört.

Autor

ist Pressefotograf. Seine Arbeiten sind nicht nur in der Lokalzeitung zu sehen, sondern auch in der Bild und Sport Bild. Im Raum Hof trifft man ihn auf den meisten Veranstaltungen. Seine Interessen sind die Event- und Landschaftsfotografie sowie Lost Place. Ohne Kamera geht es so gut wie nie aus dem Haus

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