Ich will euch mal einen kleinen Einblick zeigen

Anfragen hatte ich schon viele, ob ich jemanden mal mitnehme, wenn ich zum Fotografieren losziehe. Nur dumm, dass ich gerne sehr früh aufstehe, um den beginnenden Tag in Fotos festzuhalten. Die meisten wollen eher abends raus gehen. Tja, wer mit will, muss eben seinen Schweinehund überwinden und raus aus den Federn. Je nach Jahreszeit geht es eben eher oder später raus.

Richtige Kleidung ist wichtig

Festes Schuhwerk ist wichtig, denn dort wo ich rum laufe, ist das Gelände häufig uneben. Da gibt es auch schon mal Löcher im Boden, die im hohen Gras nicht zu erkennen sind. Geht es dann Richtung Herbst, wird das Gras nass und es ist ratsam Gummistiefel anzuziehen, aber nicht irgendwelchen Plunder. Es sollten schon ein paar gescheite sein, die man auch im Winter anziehen kann. Ich habe mich für die Agile Unisex Parcours 2 entschieden, weil die einen klasse Tragekomfort haben.

Die Gummistiefel kamen beim “Weißer Main bei Karches im Winter” zum Einsatz. Da stand ich bei 10 Grad minus im fliesenden Wasser.

Schwieriger gestaltete sich die Suche nach wasserbeständigen Hosen. Das war mir deshalb so wichtig, weil das Gras in den Wiesen manchmal so hoch ist, dass es über die Gummistiefel hinausragt. Dann saugen sich die Jeans voll Wasser, alles ist klamm und man kühlt schnell aus. Fündig wurde ich bei RevolutionRace. Die leisten lange Widerstand, bis die Feuchtigkeit durchdringt. Zusätzlich sind sie robust und auch hier ist der Tragekomfort klasse.

Nun geht es aber los

Man sollte schon einen Plan haben, wohin es gehen soll. Einfach drauf los fahren, bringt nichts. Mit meinem Allrad fahre ich fast überall hin. Am liebsten dorthin, wo die Sonne aufgeht. Wenn dann noch Nebel seine Schwaden zieht und ein Bach vorhanden ist, bin ich am richtigen Fleck.

Das Foto-Equipment mache meistens schon ich zu Hause fertig, so dass ich nur noch meinen Spider Pro Kameragurt umschnallen und das Stativ mitnehmen muß. Und jetzt bewähren sich die Gummistiefel und die Hose. Aus eigener Erfahrung würde ich auch keine Gore-Tex-Schuhe empfehlen. Spätestens wenn ich mich direkt in den Bach stelle, machen die schlapp.

Laßt euch von anderen nicht beeinflussen

Bevor die Sonne aufgeht, mache ich oft schon ein paar vereinzelte Fotos, aber das Highlight ist natürlich, wenn sich der Horizont langsam in ein sattes orange verwandelt. Dann lege ich mit ein paar Gegenlichtaufnahmen los.

Es gibt Leute, die in diversen Foren immer wieder Sonnenaufgänge verschiedener Fotografen sehen und der Meinung sind, dass es langsam genug ist. Laßt euch deswegen nicht davon abhalten, Eure eigenen Aufnahmen zu machen. Diese Leute brauchen die Fotos ja nicht anzuschauen und können einfach weiter scrollen. Es ist Euer Hobby und es gibt genug User, die genau das sehen wollen.

Spinnennetz

Wie beim Artikel Herbst am Thersienstein von mir erwähnt, sind Details wichtig. Da kommt einem ein Spinnennetz gerade recht. Man muss natürlich zunächst einen großen Bogen herum machen, denn sonst geht es durch die Bewegungen der Grashalme auch schnell mal kaputt.

Nebel und Sonnenaufgang …

…eine Kombination, die sehr mystisch wirken kann. Aber genau das ist es ja, was wir wollen. Außergewöhnliche Fotos, die man nicht alle Tage macht. Also immer die Augen offen halten und auch mal auf die Schnelle den Standpunkt wechseln. Eine gewisse Vermutung, welches Motiv als nächstes vor einem auftauchen könnte, hat ja bestimmt jeder einmal.

Autor

ist Pressefotograf. Seine Arbeiten sind nicht nur in der Lokalzeitung zu sehen, sondern auch in der Bild und Sport Bild. Im Raum Hof trifft man ihn auf den meisten Veranstaltungen. Seine Interessen sind die Event- und Landschaftsfotografie sowie Lost Place. Ohne Kamera geht es so gut wie nie aus dem Haus

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