Fotografischer Rundgang durch eine ehemalige Textilfabrik

Schon lange stand dieses Fabrikgebäude auf unserer To-do-Liste. Fuhr man an ihr vorbei, fragte man sich immer wieder, wie es im Inneren aussieht. Okay, einige Räume sind vermietet, aber der hintere Teil scheint immer noch leer zu stehen.

Mehrfach habe ich mit meinen Fotobuddies Alexander Stöhr, Rüdiger Taubald, Uli Bauer und Adrian Rossner darüber gesprochen, ob es denn keine Möglichkeit für einen offiziellen Besuch gäbe. Dann eher durch Zufall gab es einen Kontakt und wir durften zu einer relativ ungünstigen Uhrzeit begleitet vom Hausmeister die Räume betreten und fotografieren.

Dass wir begleitet wurden, war super, denn durch den Hausmeister und den Kreisheimatpfleger Adrian Rossner haben wir viel über die Geschichte der Fabrik erfahren.

In den Bauplänen ist zwar ein Bunker unter dem Pförtnerhaus eingezeichnet, aber angeblich existiert er gar nicht. Solche und weitere Infos erfuhren wir, als wir vom einen Raum zum nächsten gingen.

Motive fanden wir überall

Uns war schon vorher klar, dass die ehemaligen Maschinen nicht mehr vorhanden sein werden. Das wurde uns dann auch durch den Hausmeister bestätigt. Diese wurden nämlich schon vor 10 Jahren ausgebaut. Einen einzigen Raum gibt es aber noch, in dem etwas steht. Den besichtigten wir aber erst zum Schluss, bevor es in die Heizungsanlage ging.

Auch wenn die Räume leer waren, fanden wir genug Motive. Interessant war dann noch ein Raum in dem ein alter PC mit Disketten stand. Zwei Räume weiter waren dann Räume, in denen mit Gefahrstoffen hantiert wurde.

Treppen gehen immer

Ist man mit einer Festbrennweite (Sigma 24mm 1.4 ART) unterwegs, kann man bei Treppen schöne Aufnahmen erstellen. Das knallige gelb gibt den Fotos dann noch eine gewisse Note.

Große Fenster im Gegenlicht

Besonders die alten Industriefenster hatten es uns angetan. Hier war auch unser ganzen Können gefragt, denn die starken Lichtschwankungen machten es uns nicht einfach. Während es in der einen Ecke dunkel war, knallte in der anderen das Licht zum Fenster herein. Sicherheitshalber erstellten wir ein paar Belichtungsreihen. Diese habe ich zu Hause dann trotzdem nicht gebraucht. Die Sony A9 ILCE-9 hat einen tollen Dynamikumfang, die mit schwierigen Lichtverhältnissen sehr gut umgehen kann.

Auf dem Weg zum Maschinenraum

Aufzugtüren mit uralten Sicherheitshinweisen sind immer ein Motiv wert. Wenn daneben dann noch Infos “Ein Griff – Erste Hilfe” mit Ratschlägen aus den 70er Jahren hängen, wie man sich bei Verletzungen verhält, staunt man nicht schlecht.

Wir liefen über das ganze Gelände zu einem Raum, in dem schließlich doch noch ein paar Maschinen aus vergangenen Zeiten standen. Vorbei ging es aber erste einmal an einem Behälter, in dem vermutlich mal Klebstoffe waren. Die kleine Treppe davor mit ihren 3 Stufen hält schon alleine wegen dem vielen Leim von alleine zusammen.

Dann standen wir vor einer ganz langen Maschine. Wir teilten uns auf und machten hauptsächlich Detailaufnahmen.

Danach ging es in den Heizungsraum. Früher stand daneben ein Schornstein aus Ziegeln, der später durch einen aus Metall ersetzt wurde. Aber auch dieser steht inzwischen nicht mehr. Zwei riesige Heizkessel versorgten früher die ganze Fabrik.

Autor

ist Pressefotograf. Seine Arbeiten sind nicht nur in der Lokalzeitung zu sehen, sondern auch in der Bild und Sport Bild. Im Raum Hof trifft man ihn auf den meisten Veranstaltungen. Seine Interessen sind die Event- und Landschaftsfotografie sowie Lost Place. Ohne Kamera geht es so gut wie nie aus dem Haus

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