Besuch des Deutschen Dampflokmotiv Museum im Winter

Als Fotograf ist man ja immer auf der Suche nach Motiven und Sehenswertem in der Umgebung. Deshalb zog es mich nach Neuenmarkt in das Dampflokomotiv Museum,dass nur 50 km von Hof entfernt ist.

Bei der Ankunft schneite es leicht und es war kalt. Umso mehr freute es mich, als ich den warmen Vorraum des Museum betreten konnte und sehr nett empfangen wurde.

Ich legte meinen Presseausweis vor, bekam eine Vergünstigung und den Hinweis, dass ich bis jetzt der einzige sei.  Das war auch mein Ziel, denn Personen wollte ich keine auf den Fotos haben.

Auf ein Stativ verzichtete ich

Das Licht war “bescheiden”, weshalb ich meine beiden Festbrennweiten Sigma 14mm 1.8 und Sigma 24mm 1.4 verwendete. Ein Stativ kam wegen der Flexibilität nicht zum Einsatz und blieb im Auto. Die eine Kamera stellte ich auf 1/80, Blende 2,5 und ISO 1600 und die andere auf 1/40, Blende 2,2 und ISO 500 ein, wobei fast alle Fotos mit dem Sigma 24mm gemacht wurden.

Tonnenschwere Lokomotiven

Beim Anblick der Dampflokomotiven kann man sich gar nicht vorstellen, was sie früher leisten konnten. Stahl so weit das Auge reicht. Das muss ja erst einmal in Bewegung gesetzt werden.

Toll sind die Details bzw. Accessoires zwischen den verschiedenen Loks. Alte Holzbänke, die früher auf einem Bahnhof ihren Dienst taten und auf denen unzählige Personen Platz genommen hatten. Alles ist liebevoll und bis ins Detail restauriert worden.

Weihnachtliche Stimmung

Wie oben schon erwähnt, war mein Besuch während der Winterzeit. Da freute es mich schon, das vor der schönsten Lokomotive ein Christbaum aufgestellt war.  Kurz nach meinem Foto kam dann noch eine Familie. Deren Kinder bekamen große Augen und umzingelten den Baum. Da waren die schweren Maschinen vorerst Nebensache.

Es gibt viel zu sehen

Typenschilder, die Baujahr, Herstellungsort oder sogar zum Teil ein Bild enthalten, fand man auf fast jeder Lok. Als Beispiel: eine Lokomotive der Berliner Maschinenbau Gesellschaft aus dem Jahr 1934 mit der Nr. 10309. Der Name L. Schwartzkopff ist vom Gründer Louis Victor Robert Schwartzkopff, der 1852 den Grundstein der Firma legte. Nachweislich wurden in der Fabrik 11621 Lokomotiven gebaut.

Eine Dampflokomotive von unten ansehen

Auch eine Lok muss man von unten reparieren können, weshalb es eine Grube gibt, die auch Besucher des Museum betreten dürfen. Der schön beleuchtete Untergrund zeigt alles aus einer ungewöhnlichen Perspektive.

Einblick in den Alltag eines Mechaniker

In den verschiedenen Ecken des Museums gibt es diverse Kleinigkeiten, die im Alltag eines Mechaniker vorkamen. Zwischen den Lokomotiven steht eine Werkbank mit verschiedenen Werkzeugen. Ein paar Schritte weiter geht es eine Treppe hinauf, vorbei an einem alten Mantel. Von dort gibt es einen tollen Überblick über die vielen Maschinen.

In der letzten Ecke entdeckte ich dann den Pausenraum. So wie im richtigen Leben mit gefülltem Aschenbecher und ein paar Flaschen Bier. Dahinter ein Schrank für Lebensmittel und einer Kochplatte.

Der Speisewagen

Für etwas besonderes halte ich den Speisewagen, der aus gutem Grund verschlossen war. Schaute man durch das Fenster, konnte man sehr gut sehen, wie früher gereist wurde – nicht für jedermann, sondern nur für die Politiker.

Angefangen von einer vollwertigen Küche bis zu Einzelkabinen und dem Speiseraum mit einem großen Tisch und Porzellan Geschirr war alles vorhanden.

Gleich nebenan gab es viele Sitzgelegenheiten, um sich einen Film über den Zug anzusehen. Zuerst wollte ich nur kurz reinschauen, aber der Film hat mich so gepackt, dass ich bis zum Schluss ausgeharrt habe. Der ist wirklich spannend mit vielen Emotionen der Schauspieler gedreht worden.

Der Werksmeister

Nun sollte es in den Außenbereich vorbei am Büro des Werkmeisters gehen. Denn draußen ist eine Drehscheibe noch voll funktionstüchtig. Immer noch schneite es leicht, weshalb ich nur noch kurz ein paar Bilder gemacht habe.

Eine Tolle Ausstellung

Ich bin mir sicher, dass ich hier noch einmal herkommen werde. Denn schaut man sich den Veranstaltungskalender an, finden das ganze Jahr wirklich gute Sachen statt. Ein Highlight ist sicherlich, dass eine Dampflokomotive aus der Halle gefahren und auf die Drehscheibe gestellt wird. Da wird der Besucherandrang aber recht groß sein und das Fotografieren in den Hintergrund rücken müssen.

Ansonsten kann ich das Museum als Ausflugstipp nur empfehlen. Wer mit Kindern hinfährt, kann sich über große Augen freuen.

Ach ja, es gibt noch einen anderen Außenbereich, den ich wegen dem Schnee nur kurz ansehen konnte.

Autor

ist Pressefotograf. Seine Arbeiten sind nicht nur in der Lokalzeitung zu sehen, sondern auch in der Bild und Sport Bild. Im Raum Hof trifft man ihn auf den meisten Veranstaltungen. Seine Interessen sind die Event- und Landschaftsfotografie sowie Lost Place. Ohne Kamera geht es so gut wie nie aus dem Haus

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